c - Das erste Treffen mit dem Maharadscha

 
Auf einmal wurde es still im Saal und mir wurde gesagt, das gleich der Maharadscha rein kommen sollte. Es blieben alle still vor Ehrfurcht stehen und in eine Richtung blickend, da war eine riesige Tür oder man könnte eher sagen riesiges Tor es hatte ein Breite von bestimmt 6 Metern und Höhe von ca. 4 Metern, die Türe ging mit einem lauten Knarren auf und dann passierte erst mal nichts. Ausser das Felix anfing leise zu winseln.

Erst kamen da ein paar Tänzerinnen herein, begleitet von Musik die bereits schon hier im Raum gewesen ist. Dann erschrak ich auf einmal ich hatte nicht damit gerechnet gehabt, dass hier im Palast wilde Tiere frei rumlaufen würden, aber zu der Tür kamen zwei weise Tiger herein, die sich dann direkt nach der Tür links und rechts davon auf ein Podest setzten.

Dann kamen noch mal Mädchen, eine ganze handvoll die die Rosenblütten in der Hand hielten und sie da  auf den Weg streuten, danach kam dann erst der Maharadscha herein und begab sich ohne eine Mimik zu zeigen an den Kopf der großen Tafel und setzte sich. Mein Begleiter machte mich darauf aufmerksam, dass man sich erst setzen dürfe, wenn der Maharadscha das Zeichen da zu gab. Das war Felix egal er setzte sich schon hin.

Der Maharadscha machte eine kurze Kopfbewegung, das so aussah wie ein Nicken und dann fingen alle an sich langsam an die Tafel zu setzen. Mein Begleiter sagte dann, das war das Zeichen des Maharadschas, dass sich alle setzen dürfen, aber es darf nicht geredet werden, bis der Maharadscha es erlaubt, bzw. selbst das Wort ergreift.

Nach dem alle saßen, ergriff der Maharadscha das Wort, er begrüßte mich und sprach aus, dass er nach dem Mahl mir eine Privataudienz zu gestehen würde und gab dann das Bankett frei. So was hatte ich noch nicht gesehen gehabt, man hätte meinen können es gäbe hier normal nichts zum Essen, so schnell wie alles leer war, was mir eigentlich ganz recht gewesen ist, so konnte ich mich dann später an dem Obst gütlich tun, das auf meinem Zimmer stand.

Ein Wunder empfand ich, dass die hier anwesenden Personen sich gleichzeitig das Mahl in die Öffnung schaufeln konnte und sich nebenher noch zu unterhalten, ohne das der Gesprächspartner unter einer Ladung Essen begraben wurde, na ja sie würden bestimmt ihre Übung darin haben, zumal ich eh kein einziges Wort verstand.

Der Bruder des Maharadschas erklärte mir noch wer hier alles am Bankett beiwohnen durfte. Da wäre noch ein Oberst der französischen Legion, der angereist war um seinen Vorgänger, in dem Lager in der Nähe zu vertreten, nach dem dieser seit einiger Zeit spurlos verschwunden war. Dann gab es hier noch einen englischen Admiral, der mit seiner Flotte vor Indien lag und auf neue Befehle wartete. Des weiteren war da noch ein deutschen General.

Ebenso waren dann da noch einige höher dekorierten Söldner, die dem Maharadscha ihr Hilfe anboten bei der Suche nach der Trophäen und seinem jetzigen Besitzer. Dann waren da auch noch einige Vertraute des Maharadschas die aber immer wieder einer sehr hohen Fluktuation unterlag, weil es schwer war, dem Maharadscha etwas recht zu machen und dabei dann meist ihr Leben ließen.


Nach einiger gefühlten ewigen Zeit klatschte der Maharadscha in die Hände und das Mahl war beendet. Kurz darauf fingen schon die Tänzerin sich zu bewegen und die Musik fing wieder an zu spielen. Kurze Zeit später gab dann der Maharadscha seinem Bruder ein Zeichen und der Erklärte mir, dass der Maharadscha mich jetzt empfangen würde in seinen privaten Gemächern.

Ich gab ihm noch noch Bescheid, dass er mich und Felix da bitte hin geleiten solle und aus meinem Zimmer die Schatulle bitte holen lassen sollte, die als Geschenk für den Maharadscha gedacht waren. Womit er gleich einen Lakaien damit beauftragte.

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d - Der Empfang beim Maharadscha

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